IMAP
Internet Message Access Protocol – das Standardprotokoll für den Zugriff auf E-Mails, die auf einem Server gespeichert sind. Es hält Nachrichten über mehrere Geräte hinweg synchronisiert, ohne sie herunterzuladen und zu löschen.
IMAP (Internet Message Access Protocol, RFC 9051) ist das Protokoll, das moderne E-Mail-Clients verwenden, um sich mit Mailservern wie Gmail, Outlook.com und Exchange-Unternehmensservern zu verbinden. Anders als sein Vorgänger POP3 belässt IMAP Nachrichten auf dem Server und synchronisiert die Client-Ansicht des Postfachs, sodass dieselben Nachrichten konsistent erscheinen, egal ob man sie auf dem Smartphone, dem Laptop oder im Web liest.
Gmail stellt seine Postfachstruktur über IMAP bereit und bildet Labels auf IMAP-Ordner ab. Das bedeutet, dass jeder Standard-IMAP-Client auf Gmail zugreifen kann, obwohl Gmail-spezifische Funktionen wie verkettete Konversationen nicht Teil des IMAP-Standards sind. Wer eine vollständig offline durchsuchbare Kopie seines IMAP-Postfachs möchte, lädt in der Regel alles mit einem Client wie Thunderbird herunter und exportiert es anschließend nach MBOX.
IMAP ist ein Live-Verbindungsprotokoll und kein Archivierungsformat. Für die langfristige Aufbewahrung von E-Mails empfiehlt sich der Export nach MBOX oder EML, da diese Formate nicht von einem verfügbaren Server abhängen. Google Takeout automatisiert diesen Exportschritt für Gmail-Benutzer.
Verwandte Begriffe
Post Office Protocol 3 – ein älteres E-Mail-Abrufprotokoll, das Nachrichten vom Server auf ein lokales Gerät herunterlädt und sie dabei in der Regel vom Server löscht.
Simple Mail Transfer Protocol – das Standardprotokoll zum Senden und Weiterleiten von E-Mail-Nachrichten zwischen Mailservern. Es wird ausschließlich für ausgehende E-Mails verwendet; zum Lesen von E-Mails werden IMAP oder POP3 benötigt.
Ein Postfachformat, das jede E-Mail-Nachricht als separate Datei innerhalb einer Verzeichnishierarchie speichert, anstatt alle Nachrichten wie MBOX in einer einzigen Datei zu verketten.